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TUI Aufsichtsrat stimmt Verkauf der Hapag-Lloyd AG zu

Wirtschaft
Der Aufsichtsrat der TUI AG hat in seiner heutigen außerordentlichen Sitzung dem Verkauf der Hapag-Lloyd AG zugestimmt. Den Zuschlag erhält das Hamburger Konsortium, das sich im Bieterverfahren durchsetzen konnte. Die Hapag-Lloyd AG wird an eine Tochtergesellschaft der Albert Ballin KG zu einem Unternehmenswert von 4,45 Milliarden Euro veräußert. Die TUI AG wird sich mit 33,33 Prozent unternehmerisch an der Erwerbsgesellschaft beteiligen. „Wir haben trotz widriger Umfeldbedingungen einen Preis für die Containerschifffahrt erzielt, der den fairen Wert auch unter normalen Marktbedingungen widerspiegelt“, sagt TUI Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Frenzel. Und weiter: „Der Verkauf von lediglich zwei Dritteln der Hapag-Lloyd hat diesen Preis ermöglicht. Darüber hinaus gibt uns die unternehmerische Beteiligung die Chance, am zukünftigen Ergebnispotenzial zu partizipieren“. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Der TUI Chef betonte, dass sich das bessere Angebot in einem fairen Bieterverfahren durchgesetzt habe. Eine in diesem Verkaufsprozess neutrale Investmentbank hat in einem Gutachten bestätigt, dass ein fairer Verkaufspreis erzielt worden und die Entscheidung ausschließlich nach Wert-Kriterien erfolgt ist. Frenzel: „Der Verkauf an das Hamburger Konsortium ist ein positives Ergebnis sowohl für die Aktionäre der TUI AG, für Hapag-Lloyd und seine Mitarbeiter und nicht zuletzt für Hamburg und den Standort Deutschland.“

Die TUI AG kann über ihre Anteile an der Gesellschaft verfügen. Die Mitgesellschafter haben ein Vorkaufsrecht. Darüber hinaus verfügt TUI über ein Andienungsrecht der Anteile gegenüber dem Hamburger Konsortium. Dieses Andienungsrecht kann erstmalig zum 1. Januar 2012 ausgeübt werden. Dr. Michael Frenzel bleibt Aufsichtsratsvorsitzender der Hapag-Lloyd AG.

Wie bereits angekündigt sollen die Aktionäre der TUI AG nach Vollzug des Verkaufs eine angemessene Sonderdividende erhalten. Die Höhe der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 wird im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses festgelegt.

Die sich nach dem Verkauf ergebende starke Liquiditäts- und Finanzsituation des Konzerns eröffnet Investitionsmöglichkeiten für den weiteren Ausbau des touristischen Geschäfts der TUI AG. In diesem Zusammenhang wird als eine Option auch die Übernahme der ausstehenden Anteile an der TUI Travel PLC geprüft.
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