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Ein Weg zu sich selbst

Der Jakobsweg -



Das klingt nun natürlich ganz schön pathetisch und wahrscheinlich können das nur jene nachempfinden, die ähnliches erlebt haben. Aber tatsächlich ist das Pilgern eine Form des Wanderns und Reisens, die den Fokus auf das Selbst lenkt und damit unweigerlich als ein Weg zu sich selbst bezeichnet werden kann.
Du stehst morgens auf, verlässt die Herberge und weißt noch nicht, wo du abends ankommst, wen du auf dem Weg dahin triffst, was du erleben wirst. Bei einer herkömmlichen Wandertour kehrst du abends nach Hause oder zumindest an einen von dir bereits vorher geplanten Ort zurück. Und beim Pilgern? Tja, da musst du dich auf dein Bauchgefühl verlassen und die Freiheit akzeptieren. Am Anfang kann das ganz schön schwierig sein. Besonders in den ersten Tagen beschäftigten mich immer wieder Gedanken wie: Was, wenn du heute Abend kein gutes Lager findest? Wo wirst du essen und was wirst du essen? Was, wenn du zwischendurch schlapp machst und nicht mehr weiter kannst? Was, wenn das Wetter dir einen Strich durch die Rechnung macht?

Titelbild: Bad Soden-Salmünster - Auf der Strecke vom Jakobsweg Fulda – Mainz – Trier/Speyer

Einfach machen!
Aber der Trick ist: Die Gedanken loslassen. Genau darum geht es beim Pilgern. Abweichen von festgetretenen Routen. Etwas erleben. Das Leben in seiner ganzen Freiheit und Schönheit genießen. Und nach ein paar Tagen wird es dann auch einfacher. Man gewöhnt sich an die neu gewonnene Leichtigkeit und bekommt ein gutes Gefühl dafür, die besten Entscheidungen zu treffen. Und diese trifft man ohnehin meist aus dem Bauch heraus.

Pilgern - Ist das nix Religiöses?
Natürlich ist das Pilgern im klassischen Sinne religiös motiviert, das sollte dich aber nicht abschrecken. Mittlerweile ist das Pilgern und der Jakobsweg nämlich viel mehr. Einige gehen den Weg aus reinem sportlichen Ehrgeiz. Andere wollen die wunderschöne Landschaft sehen. Besonders der Küstenweg des Jakobswegs ist empfehlenswert, wenn auch sehr anstrengend. Im Endeffekt sind die Motivationen, den Jakobsweg zu gehen, so vielfältig und individuell wie die Menschen, die ihn gehen.

Die besten Tips
Wenn man sich das erste Mal mit dem Thema beschäftigt, können die Informationen ganz schön überwältigend sein. Tips und Ratschläge gibt es in Massen. Was ich selbst schmerzhaft lernen musste war: Nimm dir kein großes Gepäck mit. Das Pilgern ist auch eine Übung im Minimalismus. Ab acht Kilogramm wird es gerade für Anfänger wirklich unangenehm. Achte darauf, wirklich nur das Nötigste mitzunehmen und wähle leichte Alternativen, auch wenn diese oft teurer sind. Es wird sich auszahlen, versprochen!
Herbergen wirst du auf dem Weg zu Genüge finden, in den meisten Herbergen wird Essen angeboten oder aber es gibt eine Küche, die man benutzen kann. Gerade auf dem Camino Francés, einem für Anfänger geeigneten Weg, gibt es unendlich viele Möglichkeiten zu essen und zu übernachten.
In der Regel solltest du mehrere Wochen für den Weg einplanen. An sich ist es aber auch möglich, nur einen Abschnitt der Strecke zu gehen. Nach ein paar Tagen wirst du ein gutes und realistisches Gefühl dafür bekommen, wie viel du dir und deinem Körper zumuten kannst. Das Wichtigste aber ist, dass du dich nicht unter Druck setzt. Durchhänger und Flauten sind normal. Nimm sie hin und starte am nächsten Tag mit neuer Motivation in den Tag.

Der Jakobsweg - Ein Fazit
Nicht ohne Grund kehre ich immer wieder zum Jakobsweg zurück. Wer einmal diesen Weg geht, wird etwas ganz Besonders mit und in sich spüren. Ob allein oder zu zweit oder in der Gruppe: Diese Freiheit kann man an keinem anderen Ort dieser Welt besser spüren.

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